25.08.08 13:10

„Spendwert“ hilft bedürftigen Kappelner Schulanfängern

In der nächsten Woche beginnt das neue Schuljahr. Für die meisten Eltern bedeutet das nicht nur Freude, denn die Anschaffungen für die Erstklässler sind teuer. 80 bis 120 Euro muss man für einen Ranzen veranschlagen, Turnbeutel, Federtasche, Tuschkasten, Hefte etc. schlagen noch einmal mit 20 – 40 Euro zu Buche. Für viele Eltern werden diese Anschaffungen zu einem kaum zu überwindenden Hindernis. „Spendwert“, das neue Kappelner Spendenportal, nimmt sich dieser Problematik an.

„Von 109 angehenden Erstklässlern in Kappeln und Umgebung sind 44 bedürftig“, erklärt Helga Lorenzen, die Leiterin des Fachbereiches Ordnung und Soziales bei der Übergabe der großzügigen Spende des Kappelner Spendenportals „Spendwert“.

Insgesamt 2200 Euro wurden den Schulleitern der Gorch-Fock-Schule, der Dänischen Schule und der Hüholz-Schule übergeben, um den Abc-Schützen einen guten Start in den Schulalltag zu ermöglichen. Anhand der Schülerzahlen wurde die Summe aufgesplittert. Die Gorch-Fock-Schule erhält 600 Euro (30 Schulanfänger), die Hüholz-Schule 1300 Euro (64 Schulanfänger) und die Dänische Schule 300 Euro (15 Schulanfänger). Anfänglich soll mit dem Geld anteilig die „schulische Erstausstattung“ finanziert werden. Ingobert Andresen, der den Antrag auf finanzielle Unterstützung einkommensschwacher Eltern auf den Weg gebracht hat, weist freilich darauf hin, dass im Verlauf des Schuljahres weitere Kosten für die Eltern schulpflichtiger Kinder entstehen werden, die in irgendeiner Form aufgefangen werden müssen.

 „Spendwert“-Gründerin Corinna Graunke und der für die Verteilung der Spendengelder zuständige Spendenbeirat waren vom Vorschlag Andresens begeistert. Das Spendenportal „Spendwert“ unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Roman Feodoria appelliert aber nicht nur an die Spendenbereitschaft von Privatpersonen, sondern will insbesondere die Unternehmen der Region ansprechen und mit ins Boot holen. „Wir wollen unter anderem helfen, die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien zu verbessern“, erklärt Graunke.

Die Schulleitungen entscheiden nun, jeweils in Absprache mit den Klassenlehrern, wie und für welche Kinder die gespendeten Summen eingesetzt werden können. Hauptvergabemerkmal soll die finanzielle Situation der Familie sein, wie z.B. individuell begründete Notlagen wie Krankheiten oder Verdienstausfälle, als auch Bezug von ALG II, so berichtet der Schlei Bote.

Olaf Peters, Schulleiter der Gorch-Fock-Schule, freut sich sehr über die unerwartete Spende. Helga Lorenzen ergänzt: „Man kann den Spendern gar nicht genug danken.“